NEW WORKS 2022:

Biography of TRANSIENT PLACES

SMART CITY

In Ludwig Wüsts Film 3.30 PM entdecken die beiden Protagonisten eine Welt im Umbruch: Auf dem Gelände des ehemaligen Wiener Nord-bahnhofs wird radikal umgebaut und gentrifiziert für die Musterbürger einer sauberen digitalisierten Gesellschaft. Bäume und Felder werden abrasiert, um eine Smart City nach Reißbrettmuster aufzustellen, die Spuren der Obdachlosen, die rund um eine Unterführung Zuflucht fanden, werden eliminiert. Parallel zu Wüsts Film hat Anke Armandi eine Serie großformatiger Arbeiten geschaffen, die diese städtische Veränderung auf andere Weise dokumentiert: Ihr Triptychon zeigt höhlengleichnisartig den Blick aus der Unterführung (bzw. aus einer Betonröhre, die in 3.30 PM einer Sandlerin als Schlafstätte dient) Richtung Licht. Auf dem Gelände dahinter ist der rasante Umbau schon weit fortgeschritten: Die Häuser-blöcke und Zäune der schönen neuen Welt rahmen eine Pietà aus dem vermeintlichen Abfall der Vergangenheit, aus der Bauteile und die Stücke gefällter Bäume wie menschliche Skelettreste ragen.
Christoph Huber, 2020




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SMART CITY (1)
154 x 208 cm, 2020, Mixed Media auf Bütten/ Mixed media on handmade paper



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SMART CITY (2)
154 x 104 cm, 2020, Mixed Media auf Bütten/ Mixed media on handmade paper




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SMART CITY (3)
154 x 104 cm, 2020, Mixed Media auf Bütten/ Mixed media on handmade paper



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SMART CITY (4)
154 x 312 cm, 2020, Mixed Media auf Bütten/ Mixed media on handmade paper



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ANSEDONIA
462 x 260 cm, Mixed Media auf Bütten/ Mixed media on handmade paper



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ANSEDONIA
Details




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O.T., 2022
Aquarell und Tusche auf Holz
45 x 60 cm